Geschichten und Zitate

Es kommt nicht darauf an,
wie schnell du gehst,
solange du uns nicht besuchst.

Hopi-Weisheit

Schritte deines Weges ...

Mögen deine Füße mit der Berührung des Bodens, Boten des Guten, des Friedens und der Liebe sein und mit jedem Schritte Segen und Licht auf die Erde bringen.

Mögen sich neue Wege bereiten und du dafür bereit sein, und du vertrauensvoll deinen Weg deines Seelenpfades vollenden, den du vor langer Zeit begonnen hast.

Mögest du dich erinnern woher du einst gekommen bist und an den Weg, den du hier erfüllen wolltest.
Mögen deine schöpferischen Gaben Formen annehmen und sie in ihrer Kraft auf Mutter Erde zum Tragen kommen.

Monika Mara
Chen' Yasma' He

Kinder ... Erwachsene

Ihr sagt: der Umgang mit Kindern ermüdet uns.
Ihr habt recht.
Ihr sagt: denn wir müssen zu ihrer Begriffswelt hinuntersteigen.
Hinuntersteigen, uns herabneigen, beugen, kleiner machen.
Ihr irrt euch. Nicht das ermüdet uns.
Sondern, dass wir zu ihren Gefühlen emporklimmen müssen.
Emporklimmen, uns ausstrecken, auf die Zehenspitzen stellen, hinlangen, um nicht zu verletzen.

Janusz Korczak

Wir wurden zusammen mit allen Geschöpfen auf diese Erde gesetzt.
Alle diese Geschöpfe, auch die kleinsten Gräser und die größten Bäume, sind mit uns eine Familie.
Wir sind alle Geschwister und gleich an Wert auf dieser Erde.

Dankgebet der Irokesen

"Was abfallen muß, fällt ab; was zu uns gehört, bleibt bei uns, denn es geht alles nach Gesetzen vor sich, die größer als unsere Einsicht sind und mit denen wir nur scheinbar im Widerspruch stehen"

Rainer Maria Rilke

Dieser Moment

Die Vergangenheit, das Gestern - ist gewesen - ist vorbei.
Die Zukunft, das Morgen - ist noch nicht - es kommt erst.
Dieser Moment - er ist JETZT.

Monika Mara

Kinder des Licht's

Wir alle sind Kinder des großen Licht's,
und so ist es unsere wahre Natur wie die Sonne zu strahlen.
Wir alle tragen in uns eine Sonne die erwacht,
wenn wir aus dem Herzen leben.
Unsere innere Sonne öffnet das Tor
zu der unbegrenzten Weisheit unseres Geistes,
und sie lässt uns die Nebel der Unbewusstheit durchbrechen.

Weisheit der Inka 

DU SELBST

Wir brauchen Menschen voll Kraft und Mut,
Menschen, geläutert in heiliger Glut.
Wir brauchen Menschen, wie Bergluft klar,
die bis ins Innerste treu und wahr.
Menschen, in deren Augen das Licht,
des offenen Himmels sich strahlend bricht.
Wir brauchen Menschen, an Gott gebunden,
die sich auch selber überwunden.
Sonnenmenschen, die wortlos uns segnen,
in deren Wesen wir Gott begegnen.
Wir brauchen Menschen von großen Lieben,
in tiefster Demut zum Dienst getrieben.
Menschen, die glaubend alles wagen,
betende Menschen, von Gott getragen.
Wo sind die Menschen? Hör ich dich fragen.
Nun, Seele, lass es dir sagen:
Blick nicht um dich, sondern in dich hinein.
Du selbst sollst einer von denen sein,
die in die Quellen des Lebens tauchen,
ein Mensch zu werden, wie wir ihn brauchen.

 

Ein Gedicht der Hopi-Indianer

Nur jemand, der weiß, was Schönheit ist,
blickt einen Baum oder die Sterne, 
oder das funkelnde Wasser eines Flusses, 
mit völliger Hingabe an,
und wenn wir wirklich sehen,
befinden wir uns im Zustand der Liebe.

Krishnamurti

Das Neue wagen

Der Wunsch, etwas zu ändern
ist anfangs oft nur ein unscheinbares Samenkorn.
Aber es liegen ungeahnte Kräfte darin verborgen.
Lege es in die Erde der Zuversicht,
Bewahre es vor den Dornen des Alltags,
Beschütze es vor dem Wind der Gewohnheit,
Dann wird es wachsen und herrliche Blüten treiben.

Jochen Maris

Geh aufrecht wie die Bäume,
lebe dein Leben so stark wie die Berge,
sei sanft wie der Frühlingswind,
bewahre die Wärme der Sonne im Herzen.

Weisheit der Navajo-Indianer

Was vor uns liegt und was hinter uns liegt,
sind Kleinigkeiten zu dem, was in uns liegt.
Und wenn wir das, was in uns liegt,
nach außen in die Welt tragen, geschehen Wunder.

Henry David Thoreau (1817 - 1862)

Der Planet braucht keine erfolgreichen Menschen mehr.
Der Planet braucht dringend Friedensstifter, Heiler, Erneuerer, Geschichtenerzähler und Liebende aller Arten.

Dalai Lama

Zum Nachdenken

Halte mich fern von der Weisheit,
die nicht weint,
von der Philosophie, die nicht lacht,
und von der Größe, die sich nicht vor Kindern verneigt.

Khalil Gibran

Neues-Jahr

Ob ein Jahr neu wird,
liegt nicht am Kalender,
nicht an der Uhr.
Ob ein Jahr neu wird,
liegt an uns.

Ob wir es neu machen,
ob wir neu anfangen zu denken,
ob wir neu anfangen zu sprechen,
ob wir neu anfangen zu leben.

Johann Wilhelm Wilms (1772-1847)

Weisheit

Man kann die Weisheit nicht fertig übernehmen,
man muss sie selbst entdecken, auf einem Weg,
den keiner für uns gehen und niemand uns ersparen kann,
denn sie besteht in einer bestimmten Sicht der Dinge.

Marcel Proust

"Der Körper
ist die Übersetzung der Seele
ins Sichtbare."

Christian Morgenstern

Weihnacht

Möge heute Frieden in Deinem Inneren sein.
Mögest Du darauf vertrauen, 

dass Du
 genau so 
bist,
wie Du gemeint bist.
Mögest Du nie die unendlichen
 Möglichkeiten vergessen,
die aus dem Glauben an Dich
 selbst

und an andere
 geboren werden.
Mögest du die Gaben nutzen,
die du bekommen hast
und die
 Liebe weitergeben,
die 
Du
 empfangen hast.
Mögest Du mit Dir selbst
 zufrieden sein,
so wie Du bist.
Möge sich dieses Wissen
in all deinen
 Knochen 
in Dir 
festigen
und Deiner Seele die Freiheit erlauben,
zu singen, zu tanzen, zu 
loben und zu lieben.
Es ist
 da für
 jeden und alle von uns.

Unbekannt

Eigengeschenk

Beschenke Dich selbst,
indem Du die Freiheit lebst,
dass zu tun,
was Du von Herzen liebst.

Monika Mara

Freiheit

Die Freiheit des Menschen
liegt nicht darin,
dass er tun kann, was er will,
sondern,
dass er nicht tun muss,
was er nicht will.

Jean-Jacques Rousseau 1712-1778

Fortschritt

Seit Tagen stand ich mir selber im Weg.
"Lass mich durch!"
schrie ich mich an!
Ich schwieg.
Als ich sah,
dass ich an mir nicht vorbei kam,
schlug ich mich mit mir.
Ich siegte.
Ich verlor.
Schließlich nahm ich mich selber an die Hand,
und wir gingen den ersten Schritt.

Jochen Mariss

Erlaube dir

Erlaube dir
einfach nur zu sein, wie ein See leise und ruhig.
Erlaube dir
Dich einfach treiben zu lassen, wie eine Feder im Wind.
Erlaube dir
einfach mal loszulassen, wie ein Blatt Papier dass du gerade noch fest gehalten hast.
Erlaube dir
der zu Sein, der DU BIST.

Monika Mara

Chancen

Jeder Mensch hat die Chance
mindestens einen Teil der Welt zu verbessern,
nämlich sich selbst.

Paul de Lagarde 1827-1891

Schöne Zeit

So manche Stunde unseres Lebens
ist so gefüllt mit Eile,
Lärm und Pflicht,
dass sie überfließt wie ein volles Gefäß.

Wie wohltuend und kostbar
sind dagegen jene Stunden,
die wie leere Schalen sind,
Schalen, in die wir all das hineinlegen können,
was uns am Herzen liegt

Jochen Mariss

Wer andere erkennt, ist gelehrt.

Wer sich selbst erkennt, ist weise.

Wer andere besiegt, hat Muskelkräfte.

Wer sich selbst besiegt, ist stark.

Wer zufrieden ist, ist reich.

Wer seine Mitte nicht verliert, der dauert.

Laotse

Liebe

Die Liebe allein versteht das Geheimnis,
andere zu beschenken
und dabei selbst reich zu werden.

Clemens Brentano

Das wahre Ziel ist nicht,
die äusserste Grenze zu erreichen,
sondern eine Vollendung
die grenzenlos ist.

Unbekannt

Ein Geschäftsmann wollte vom Meister wissen, was das Geheimnis eines erfolgreichen Lebens sei.
Sagte der Meister: "Mach jeden Tag einen Menschen glücklich!"
Und er fügte als nachträglichen Gedanken hinzu: "...selbst wenn dieser Mensch du selbst bist."
Nur wenig später sagte er: "Vor allem, wenn dieser Mensch du selbst bist."

Anthony de Mello

Betrachtet eure unerlösten Wunden nicht als Gegner,
sondern als Freund, dem ihr die Hand reicht,
damit er sich in seine Schönheit zurück verwandeln kann.
Es ist ein Anlass der Freude, wenn alte Wunden in euch aufsteigen.
Das heißt, ihr seid bereit, zu heilen, anzuerkennen, loszulassen
und die wahre Größe eures geistigen Wesens anzunehmen.

Saint Germain

Trau dich

Was immer du tun kannst oder erträumst zu können, beginne es. Kühnheit besitzt Genie, Macht und magische Kraft. Beginne es jetzt.

Johann Wolfgang Goethe

Sei gut zu dir

Nichts planen, nichts erledigen.
Einfach nur da sein. Wie ein stiller ruhiger See.
Nicht eilen, nicht hetzen.
Sich einfach nur treiben lassen. Wie eine Wolke am Himmel.
Nicht kämpfen, nicht durchhalten.
Einfach mal loslassen. Wie eine Feder im Wind.

Jochen Mariss

Lebensphilosophie

Wie lange ich lebe, liegt nicht in meiner Macht. Dass ich aber, sobald ich lebe, wirklich lebe, das hängt von mir ab.

Lucius Annaeus Seneca

Von ganzem Herzen

"Nie wieder!", sagt das gebrochene Herz.
"Jederzeit!", sagt die Sehnsucht, "denn das Einzige,
was ein gebrochenes Herz heilen kann, ist zu lieben."

Jochen Mariss

Sinn des Lebens

Wir verlangen,
das Leben müsse einen Sinn haben,
aber es hat nur ganz genau so viel Sinn,
als wir selber ihm zu geben imstande sind.

Hermann Hesse

Gedanken

Wir sind, was wir denken.
Alles, was wir sind, entsteht
aus unseren Gedanken.
Mit unseren Gedanken
formen wir die Welt.

Buddha

Das Neue wagen

Der Wunsch, etwas zu ändern ist anfangs oft nur ein unscheinbares Samenkorn.
Aber es liegen ungeahnte Kräfte darin verborgen.
Lege es in die Erde der Zuversicht,
bewahre es vor den Dornen des Alltags,
beschütze es vor dem Wind der Gewohnheit,
dann wird es wachsen und herrliche Blüten treiben.

Jochen Mariss

Regenbogen

Die Arbeit läuft dir nicht davon, wenn du deinem Kind den Regenbogen zeigst. Aber der Regenbogen wartet nicht, bis du mit der Arbeit fertig bist.

Fernöstliche Weisheit

Freiheit

Die Größe der Freiheit, der wahren Freiheit, ihre Würde, ihre Schönheit liegen in einem selber, wenn man in vollkommener Ordnung lebt. Und diese Ordnung entsteht nur dadurch, daß wir uns selber Licht sind.

Krishnamurti

Frühling

Betrachtet das Erwachen des Frühlings und das Erscheinen der Morgenröte! Die Schönheit offenbart sich denjenigen, die betrachten.

Khalil Gibra

Selbstvertrauen

Wonach suchst du? Nach Glück, Liebe, Seelenfrieden?
Suche nicht am anderen Ende der Welt danach, sonst wirst du enttäuscht, verbittert und verzweifelt zurückkehren.
Such am anderen Ende deiner Selbst danach,
in der Tiefe deines Herzens.

Tibetische Weisheit

Jeder, der sich die Fähigkeit erhält,
Schönes zu erkennen,
wird nie alt werden.

Franz Kafka

Die beste Arznei für den Menschen ist der Mensch.
Der höchste Grund dieser Arznei ist die Liebe.

Paracelsus

Das Leben ist ein Theaterstück ohne vorherige Theaterproben.
Darum: singe, lache, tanze und liebe.....
und lebe jeden einzelnen Augenblick deines Lebens.....
bevor der Vorhang fällt und das Theaterstück ohne Applaus zu Ende geht.

Charlie Chaplin

Wohin du auch gehst,
geh mit deinem ganzen Herzen.

Konfuzius

Weisheit

Sei dir deiner Kräfte, Bedürfnisse und Möglichkeiten bewusst, dann wirst du auf jedem Weg, den du beschreitest, einen Gefährten haben.

Weisheit aus Tibet

Wir müssen auf unsere Seele hören,
wenn wir gesund werden wollen!

Letztlich sind wir hier,
weil es kein Entrinnen vor uns selbst gibt.

Solange der Mensch sich nicht selbst
in den Augen und im Herzen
seiner Mitmenschen begegnet,
ist er auf der Flucht.

Solange er nicht zulässt, dass seine
Mitmenschen an seinem Innersten
teilhaben, gibt es keine Geborgenheit.

Solange er fürchtet,
durchschaut zu werden, kann er
weder sich selbst noch andere
erkennen - er wird allein sein.

Hildegard von Bingen

Kinder

Die Kinder sind nicht eure Kinder.
Sie sind die Söhne und Töchter des Lebens nach sich selber.
Sie kommen durch euch, aber nicht von euch,
und obwohl sie mit euch sind, gehören sie euch doch nicht.
.
Ihr dürft ihnen eure Liebe geben, aber nicht eure Gedanken,
denn sie haben ihre eigenen Gedanken.
Ihr dürft ihren Körpern ein Haus geben, aber nicht ihren Seelen.
Denn ihre Seelen wohnen im Haus von morgen,
das ihr nicht besuchen könnt, nicht einmal in euren Träumen.
.
Ihr dürft euch bemühen, wie sie zu sein, aber versucht nicht,
sie euch ähnlich zu machen.
Denn das Leben läuft nicht rückwärts, noch verweilt es im Gestern.
.

Khalil Gibran

Geh nicht hinter mir,
vielleicht führe ich nicht.
Geh nicht vor mir,
denn ich könnte nicht folgen.
Geh neben mir,
damit wir eins sind.

 Indianische Weisheit

Was ist Erfolg?

Wenn man jeden Abend
beim Einschlafen
mit sich im Reinen ist - das ist Erfolg

Paolo Coelho

"Wir sind nur Gäste hier,
in dieser Zeit,
an diesem Ort.
Wir alle sind Durchreisende.
Unser Ziel ist es
zu beobachten,
zu lernen,
zu wachsen,
und zu lieben - 
und dann kehren wir wieder heim,
zurück nach Hause ... "

Aborigines

Tanze im Feuer das Wunder des Lebens.
Fließe mit dem Wasser in die Tiefe deiner Träume.
Atme im Wind die Weite des Himmels.
Wachse in die Erde zur Quelle deiner Kräfte.

Indianische Weisheit

Die 4 indianischen Gesetze der Spiritualität

Das 1. Gesetz sagt:

“Die Person die Dir begegnet ist die Richtige”

Das heißt, niemand tritt rein zufällig in unser Leben, alle Menschen, die uns umgeben, die sich mit uns austauschen, stehen für etwas, entweder um uns zu lehren oder uns in unserer Situation voranzubringen.

 

Das 2. Gesetz sagt:

“Das was passiert, ist das Einzige was passieren konnte”

Nichts, aber absolut nichts von dem, was uns geschieht, hätte anders sein können.
Nicht einmal das unbedeutendste Detail.

Es gibt einfach kein: “Wenn ich das anders gemacht hätte…, dann wäre es anders gekommen…” Nein, das was passiert, ist das Einzige, was passieren konnte und musste passieren, damit wir unsere Lektionen lernen, um vorwärts zu kommen.

Alle, ja jede einzelne der Situationen, die uns im Leben widerfahren, sind absolut perfekt, auch wenn unser Verstand und unser Ego, sich widersetzen und es nicht akzeptieren wollen.

 

Das 3. Gesetz sagt:

“Jeder Moment in dem etwas beginnt, ist der richtige Moment”

Alles beginnt genau im richtigen Moment, nicht früher und nicht später.
Wenn wir dafür bereit sind, damit etwas Neues in unserem Leben geschieht, ist es bereits da, um zu beginnen.

 

Das 4. Gesetz sagt:

“Was zu Ende ist, ist zu Ende”

So einfach ist es. Wenn etwas in unserem Leben endet, dient es unserer Entwicklung. Deshalb ist es besser loszulassen und vorwärts zu gehen, beschenkt mit den jetzt gemachten Erfahrungen.

Ich glaube, dass es kein Zufall ist, dass du das hier jetzt liest. Wenn dieser Text Dir heute begegnet, dann deshalb, weil Du die Voraussetzungen erfüllst und verstehst, dass nicht ein einziger Regentropfen irgend wo auf dieser Welt aus Versehen auf einen falschen Ort fällt.

Lass es Dir gut gehen…

Liebe mit Deinem ganzen Sein…

Sei glücklich ohne Ende…

Jeder Tag ist ein geschenkter, glücklicher Tag!”

 

Wo wohnt die größte Kraft?

Ein altes Märchen erzählt von den Göttern, die zu entscheiden hatten, wo sie die größte Kraft des Universums verstecken sollten.
Und zwar genauso damit sie der Mensch nicht finden könne, bevor er dazu reif sei, verantwortungsvoll mit ihr umzugehen und sie weise zu gebrauchen.


Einer der Götter schlug vor, sie auf die Spitze des höchsten Berges zu verstecken. Bald aber erkannten sie, dass der Mensch den höchsten Berg ersteigen und die größte Kraft des Universums finden würde, bevor er dazu reif sei.


Ein anderer Gott sagte: "Lasst uns diese Kraft auf dem Grund des Meeres verstecken." Wieder erkannten sie, dass der Mensch auch diese Region erforschen und die größte Kraft des Universums finden würde, bevor er reif dazu sei.


Schließlich sagte der weiseste Gott: "Ich weiß, was zu tun ist. Lasst uns die größte Kraft des Universums im Menschen selbst verstecken. Er wird niemals dort danach suchen, bevor er wirklich reif ist, den Weg nach Innen zu gehen."

Und so versteckten die Götter die größte Kraft des Universums im Menschen selbst. Und dort liegt sie noch immer und wartet darauf, dass wir sie annehmen und weisen Gebrauch davon machen.

Unbekannt

Auch wenn es einen besonderen Mut braucht, die nötige Kraft und Liebe für sich selbst ...
den Schritt zu gehen ist allemal lohnenswert!

Das Licht der Welt

Es war einmal ein kleines Licht. Weil es Angst vor dem Verlöschen hatte, machte es sich auf die Suche nach einem großen Licht, das bleibt.

Bald traf es auf ein anderes Licht. "Wohin gehst du?" fragte es. "Ich habe Angst vor dem Verlöschen und suche ein Licht, das bleibt."

So gingen sie miteinander. Unterwegs kam noch ein Licht dazu, und noch eins - zuletzt waren es viele. Die kleinen Lichter waren sehr müde.

Auf einmal sahen sie einen Stein, der im Dunkeln leuchtete. "Stein woher hast du dein Leuchten?" "Geh weiter - und ihr werdet sehen."

Dann kamen sie zu einem Stück Holz. "Holz, woher hast du dein Leuchten?" "Geht weiter - und ihr werdet sehen."

Und zu einem Blütenbaum. "Blütenbaum, woher hast du dein Leuchten?" "Geht nur weiter - gleich werdet ihr sehen."

So gingen sie mit letzter Kraft. Plötzlich standen sie vor einem großen, hellen Licht. Es war um ein Kind, das in der Krippe lag. Den kleinen Lichtern klopfte das Herz. Sie wagten sich nicht weiter.

"Fürchtet euch nicht", sagte das Kind, "ich bin das Licht der Welt. Wer zu mir kommt, wird nicht im Finstern leben." Und es lächelte ihnen entgegen und segnete sie. Da wurde ihre Flamme stark und still.

Auf dem Rückweg und zu Hause erzählten sie allen von dem großen Licht, das bleibt und das sie jetzt in sich tragen.

Unbekannt

Die sieben Weltwunder

In einer Schulklasse wurde über die sieben Weltwunder gesprochen. Die Lehrerin bat die Schüler, die für sie sieben größten Wunder auf zu schreiben.
Die meisten der Schüler nannten in ihrer Liste die chinesische Mauer oder den schiefen Turm von Pisa oder die berühmte Peterskirche in Rom und andere Dinge.

Ein Mädchen brauchte etwas länger mit ihrer Liste. Die Lehrerin fragte das Mädchen ob sie ihr behilflich sein kann. Das Mädchen antwortete schüchtern: „Es gibt so viele Wunder und ich weiß nicht wo ich anfangen soll.“ Die Lehrerin ermunterte das Mädchen ihre Liste vorzulesen, was sie bisher gesammelt hatte.

Das Mädchen sagte: „Für mich gibt es folgende sieben Weltwunder:

  1. Sehen können
  2. Fühlen können
  3. Hören können
  4. sich Berühren können
  5. Riechen können
  6. Lachen können
  7. Lieben können

In der Klasse wurde es sehr leise. Man konnte geradezu spüren, wie es jedem einzelnen bewusst wurde, dass genau diese Wunder zu selbstverständlich geworden sind.

Unbekannt

Der Mensch selbst ist doch das größte Wunder und trägt so viele Wunder IN sich. Es ist unbezahlbar, weit weg von jeglicher Wertigkeit, und vollkommen grenzenlos.

Wer bin ich?

Eine Frau lag im Koma. Plötzlich schien es ihr, als sei sie schon tot, wäre im Himmel und stände nun vor einem Richterstuhl.

„Wer bist du?“ fragte eine Stimme.
„Ich bin die Frau des Bürgermeisters“ antwortete die Frau.
„Ich habe nicht gefragt, wessen Ehefrau du bist, sondern wer du bist.“
„Ich bin die Mutter von vier Kindern.“ war nun ihre Antwort.
„Ich habe nicht gefragt, wessen Mutter du bist, sondern wer du bist.“
„Ich bin Lehrerin.“ „Ich habe auch nicht nach deinem Beruf gefragt, sondern wer du bist.“
„Ich bin Christin.“
„Ich habe nicht nach deiner Religion gefragt, sondern wer du bist.“

Und so ging es immer weiter. Alles, was die Frau erwiderte, schien keine befriedigende Antwort auf die Frage „Wer bist du?“ zu sein.
Irgendwann erwachte die Frau aus ihrem Koma und wurde wieder gesund.
Sie beschloss nun herauszufinden, wer sie war.
Und darin lag der ganze Unterschied.

nach Anthony de Mello

Der Sprung in der Schüssel

Es war einmal eine alte chinesische Frau, die zwei große Schüsseln hatte, die von den Enden einer Stange hingen, die sie über ihren Schultern trug.

Eine der Schüsseln hatte einen Sprung, während die andere makellos war und stets eine volle Portion Wasser fasste. Am Ende der langen Wanderung, vom Fluss zum Haus der alten Frau, war die andere Schüssel jedoch immer nur noch halb voll.

Zwei Jahre lang geschah dies täglich. Die alte Frau brachte immer nur eineinhalb Schüsseln Wasser mit nach Hause. Die makellose Schüssel war natürlich sehr stolz auf ihre Leistung, aber die arme Schüssel mit dem Sprung schämte sich wegen ihres Makels und war betrübt, dass sie nur die Hälfte dessen verrichten konnte, wofür sie gemacht worden war.

Nach zwei Jahren, die ihr wie ein endloses Versagen vorkamen, sprach die Schüssel zu der alten Frau: "Ich schäme mich so wegen meines Sprungs, aus dem den ganzen Weg zu deinem Haus immer Wasser läuft."

Die alte Frau lächelte. "Ist dir aufgefallen, dass auf deiner Seite des Weges Blumen blühen, aber auf der Seite der anderen Schüssel nicht?" "Ich habe auf deiner Seite des Pfades Blumensamen gesät, weil ich mir deines Fehlers bewusst war. Nun gießt du sie jeden Tag, wenn wir nach Hause laufen. Zwei Jahre lang konnte ich diese wunderschönen Blumen pflücken und den Tisch damit schmücken. Wenn du nicht genauso wärst, wie du bist, würde diese Schönheit nicht existieren und unser Haus beehren."

Unbekannt

Jeder von uns hat seine ganz eigenen Macken und Fehler, aber genau diese Macken und Sprünge sind es, die unser Leben so interessant und lohnenswert machen. Man sollte jede Person einfach so nehmen, wie sie ist und das Gute in ihr sehen.

Jeder Mensch ist einzigartig in seiner Persönlichkeit!

Die Geschichte von der Traurigkeit

Die rote Sonne am Horizont verabschiedete sich langsam vom Tag. Eine kleine und zerbrechlich wirkende Frau ging den staubigen Weg entlang. Sie war wohl schon recht alt. Ihr Gang jedoch war leicht und ihr Lächeln hatte den hellen Glanz eines unbekümmerten Mädchens.

Fast am Ende dieses Weges bemerkte sie eine zusammengekauerte Gestalt, die regungslos auf den trockenen Boden hinunterstarrte. Man konnte nicht viel erkennen. Das Wesen, das dort im Staub des Weges saß, schien beinahe körperlos zu sein.
Es erinnerte an eine graue, aber weiche Flanelldecke, mit menschlichen Konturen.
Als die kleine, zerbrechlich wirkende Frau, an diesem Wesen vorbeikam, bückte sie sich ein wenig zu der Gestalt hinunter und fragte: „Wer bist du?“

Zwei fast regungslose Augen blickten müde auf. „Ich?“ fragte sie. „Ich bin die Traurigkeit.“ flüsterte die Stimme so leise, dass man sie kaum zu hören vermochte.

„Ach, die Traurigkeit!“ rief die kleine, zerbrechliche Frau erfreut. Fast so als würde sie eine alte Bekannte begrüßen.

„Du kennst mich?“ fragte die Traurigkeit vorsichtig.
„Ja, natürlich kenne ich dich! Du hast mich immer wieder ein Stück meines Weges begleitet.“

„Ja, aber ...“, argwöhnte die Traurigkeit, „warum flüchtest du dann nicht vor mir? Hast du denn keine Angst vor mir?“

„Warum sollte ich vor dir davonlaufen, meine Gute? Du weißt doch selbst nur zu gut, dass du jeden Flüchtigen einholst. Niemand kann dir entkommen. Aber, was ich dich fragen möchte: Warum siehst du so betrübt und entmutigt aus?“

„Ich ... ich bin traurig“, antwortete die graue Gestalt mit klangloser Stimme.
Die kleine, alte Frau setzte sich zu ihr.

„Traurig bist Du also“, sagte sie, und nickte verständnisvoll mit dem Kopf.
„Erzähl mir doch, was dich denn so sehr bedrückt.“

Die Traurigkeit seufzte tief. Sollte ihr diesmal wirklich jemand zuhören?
Wie oft hatte sie sich das schon gewünscht.

„Ach, weißt du“, begann die Traurigkeit zögernd, „es ist einfach so, dass mich niemand mag. Dabei ist es doch meine Bestimmung unter die Menschen zu gehen, und für eine gewisse Zeit bei ihnen zu verweilen.
Aber jedes Mal wenn ich zu ihnen komme, schrecken sie zurück. Sie fürchten sich vor mir und meiden mich.“

Die Traurigkeit schluckte schwer.
„Sie haben Sätze erfunden, mit denen sie mich verstoßen wollen.

Sie sagen: Ach was, das Leben ist schön und fangen an zu lachen. Aber ihr falsches und erzwungenes Lachen führt zu Magenkrämpfen.
Sie sagen: Gelobt sei, was hart macht. Dann aber bekommen sie Herzschmerzen.
Sie sagen: Man muss sich einfach nur zusammenreißen. Und sie spüren das Reißen in den Schultern und im Rücken, im ganzen Körper. Sie verkrampfen sich.
Sie drücken die Tränen tief hinunter und haben Atemnot.
Sie sagen: Nur Schwächlinge weinen. Dabei sprengen die aufgestauten Tränen fast ihre Köpfe. Manchmal können sie dadurch nicht mal mehr Sprechen. Oder aber sie betäuben sich mit Alkohol und Drogen, damit sie nicht fühlen müssen.“

"Ich verstehe", sagte die kleine zerbrechliche Frau, "viele solcher Menschen sind mir begegnet."

Die Traurigkeit sank noch mehr in sich zusammen.
„Dabei will ich den Menschen doch nur helfen. Denn wenn ich ganz nah bei ihnen bin, können sie sich selbst begegnen. Ich helfe ihnen ein Nest zu bauen, um ihre Wunden zu pflegen und zu heilen. Weißt du, wer traurig ist, hat eine besonders dünne Haut, und manches Leid bricht dadurch immer wieder auf, wie eine schlecht verheilte Wunde, und das tut sehr weh.“

“Aber nur wer die Traurigkeit zulässt und all die ungeweinten Tränen weint, kann seine Wunden erst wirklich heilen. Doch die Menschen wollen gar nicht, dass ich ihnen dabei helfe. Stattdessen schminken sie sich ein grelles Lachen über ihre Narben. Oder sie legen sich einen dicken Panzer aus Bitterkeit und Enttäuschung zu. Ich glaube, sie haben einfach nur große Angst zu weinen und mich zu spüren. Deshalb verjagen sie mich immer wieder.“

Dann schwieg die Traurigkeit. Ihr Weinen war erst schwach, dann stärker und schließlich ganz innig und verzweifelt. Die vielen kleinen Tränen tränkten den staubigen und rissigen Sandboden.
Die kleine, alte Frau nahm die zusammengesunkene Gestalt tröstend in die Arme.
Wie weich und sanft sie sich anfühlt, dachte sie und streichelte das zitternde Bündel.
„Weine nur, kleine Traurigkeit", flüsterte sie liebevoll, „Ruh dich aus, damit du wieder Kraft sammeln kannst.
Du sollst nicht mehr alleine wandern. Ich werde auch dich von nun an begleiten, damit die Mutlosigkeit nicht noch mehr Macht gewinnt."

Die Traurigkeit hörte zu weinen auf und sah zu ihrer neuen Gefährtin auf. Sie betrachtete sie erstaunt und fragte: „Aber ... aber, wer bist du denn eigentlich?" „Ich ...", sagte die kleine und zerbrechlich wirkende Frau, lächelte dabei wieder so unbekümmert wie ein kleines Mädchen, " ... Ich bin die Hoffnung!“

Unbekannt

Zu unserem Leben gehören die guten und die schlechten Gefühle. Wir könnten oft das Schöne und Gute nicht genießen, wenn wir nicht die negativen Gefühle erfahren und kennen würden.

Natürlich können die schlechten Gefühle sehr schmerzhaft sein. Entscheidend ist, dass wir genau diese Gefühle annehmen können und wertschätzen. So haben wir die Chance, dankbar loszulassen. So wird auch wieder mehr Platz geschaffen für Freude und Hoffnung.

Es war einmal ...

Vor langer, langer Zeit existierte eine Insel, auf der alle Gefühle der Menschen lebten: die gute Laune, die Traurigkeit, die Freude, auch das Wissen, und so wie alle anderen Gefühle, auch die Liebe. Eines Tages wurde den Gefühlen mitgeteilt, dass die Insel sinken würde. Also bereiteten alle ihre Schiffe vor und verließen die Insel. Nur die Liebe wollte bis zum letzten Augenblick warten. Bevor die Insel sank, bat die Liebe um Hilfe.

Der Reichtum fuhr auf einem luxuriösen Schiff an der Liebe vorbei. Sie fragte: "Reichtum, kannst du mich mitnehmen?" "Nein, ich kann nicht. Auf meinem Schiff habe ich viel Gold und Silber. Da ist kein Platz für dich."

Also fragte die Liebe den Stolz, der auf einem wunderbaren Schiff vorbeikam: "Stolz, ich bitte dich, kannst du mich mitnehmen?"
"Liebe, ich kann dich nicht mitnehmen..." antwortete der Stolz, "hier ist alles perfekt. Du könntest mein Schiff beschädigen."

Also fragte die Liebe die Traurigkeit, die an ihr vorbeiging: "Traurigkeit, bitte, nimm mich mit."
"Oh Liebe" sagte die Traurigkeit, "ich bin so traurig, dass ich alleine bleiben muss."

Auch die Gute Laune ging an der Liebe vorbei, aber sie war so zufrieden, dass sie nicht hörte, dass die Liebe sie rief.

Plötzlich sagte eine Stimme: "Komm Liebe, ich nehme dich mit."
Es war ein Alter, der sprach. Die Liebe war so dankbar und so glücklich, dass sie vergaß den Alten nach seinem Namen zu fragen. Als sie an Land kamen, ging der Alte fort. Die Liebe bemerkte, dass sie sich nicht einmal bedankt hatte und fragte das Wissen: "Wissen, kannst Du mir sagen, wer mir geholfen hat?"

"Es war die Zeit." antwortete das Wissen. "Die Zeit?" fragte die Liebe.
"Warum hat die Zeit mir geholfen?" Und das Wissen antwortete: "Weil nur die Zeit versteht, wie wichtig die Liebe im Leben ist."

Unbekannt